Kaffee ist ein wichtiger Rohstoff, der vorwiegend in äquatornahen Ländern angebaut wird. Diese sind meist Entwicklungsländer, die von dem Kaffeeexport in andere Länder abhängig sind. Ohne den Anbau des wichtigen Rohstoffes ist es schier unmöglich Maschinen oder fehlende Rohstoffe zu importieren und Schulden zu begleichen.
Auf der Welt gibt es ungefähr 75 Länder, die ihre Haupteinnahmequelle unter anderem im Kaffeeanbau sehen. Etwa ein Viertel der gesamten Kaffeeproduktion wird dabei exportiert. Dabei stammt etwa die Hälfte aus Brasilien oder Kolumbien. Diese beiden Länder werden als die wichtigsten Kaffeeproduzenten der Welt gehandelt.
Der Preis für das braune Gold wird täglich durch die Börse bestimmt. Dabei schwankt er jedoch. Faktoren, die diesen Weltmarktpreis beeinflussen, sind beispielsweise: Dollarkurse, Düngemittelpreise, Erntemengen, Interventionspolitik oder das Klima.
So funktioniert der Kaffeehandel
Nachdem die Kleinbauern den Kaffee geerntet haben, wird ihnen der Rohstoff von Zwischenhändlern abgekauft. Der Preis, den die Produzenten dafür bekommen, ist meist so niedrig, dass er bereits als Dumpingpreis betitelt werden kann. Da jedoch eine Abhängigkeit zwischen Produzent und Zwischenhändler besteht, sind erstere meist gezwungen auf den Handel einzugehen. Ohne die Käufer könnten die Bauern ihr Überleben nicht weiter sichern. Darüber hinaus würde sich die Situation, die Kaffeeproduktion zu verkaufen, erschweren.
Die logische Schlussfolgerung
Die Kaffeeproduzenten, das bedeutet Kleinbauern und Hilfsarbeiter, erhalten für den angebauten Rohstoff stets einen geringen Anteil, da die Gewinne durch Zwischenhändler erzielt werden. Um einen größeren Betrag für die Ware erzielen zu können, müssen die Zwischenhändler wegfallen. Verschiedene Organisationen, die sich für Fairen Handel engagieren, sind bemüht die besagten Zwischenhändler zu verdrängen, damit die Produzenten am Preis für ihren angebauten Rohstoff direkt beteiligt werden können.
Die meisten Plantagenarbeiten, die wie bereits erwähnt vorrangig in Entwicklungsländern beheimatet sind, leben am Existenzminimum. Mit einer Erhöhung des Lohns könnten sich die Lebensbedingungen für diese Menschen um einiges verbessern. Dies gelingt jedoch nur, wenn das Konsumverhalten auf Fair Trade Produkte anspricht.
In vielen Läden sind bereits Kaffeeprodukte mit Fair Trade Gütesiegeln vertreten. Die meisten Kleinbauern haben dafür unabhängige Genossenschaften gegründet. Folglich verlieren die Zwischenhändler an Einfluss. In Bezug auf den Börsenpreis gelten bei schwachen Börsenkursen Mindestpreise für Kaffee. Bei steigenden Kursen gibt es sogar, dank der engagierten Arbeit vieler Organisationen für Fairen Handel, stabile Entwicklungszuschläge.



