Immer mehr große und namhafte Modemarken nehmen fair gehandelte Mode in ihrem Sortiment auf.
Die Rohstoffe
Besonders bekannt in Europa ist die Bio-Baumwolle, die zunehmend an Bekanntheitsgrad gewinnt. Bereits im Jahre 2008 konnten die Einnahmen von biologischer Baumwolle um 30% gesteigert werden.
Darüber hinaus gewinnen andere Stoffe und Naturprodukte rasant an Bedeutung. Die erneuerbaren Rohstoffe Hanf und Leinen etablieren sich in der vorherrschenden Modewelt und lassen die Zeiten großer, unförmiger, gar zeltähnlicher Jacken hinter sich und erscheinen in einem eleganten und ökologischen Chic.
Des Weiteren werden vermehrt Kunstfasern produziert, die aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden. Für die Produktion von Viskose wird die Zellulose unter anderem aus Bambusfasern sowie aus Buchen-, Fichten-, Eukalyptus- und Pinienholz gewonnen.
Im Folgenden sollen die wichtigsten Rohstoffe der fairen und ökologischen Textilindustrie vorgestellt werden. Dabei werden Vorteile, Nachteile, Möglichkeiten und Grenzen erläutert.

Baumwolle
Die ökologische Baumwolle ist so beliebt, wie noch nie. Trotz nachhaltigen Anbaus, der ständig überprüft wird, ist der Wasserverbrauch enorm. Darüber hinaus werden für den Transport in die Industrieländer enorme Energierohstoffe verbraucht.
Hanf
Der Rohstoff Hanf wird schon längst nicht mehr nur mit Drogen verbunden. Seit Jahrzehnten gehört dieses Produkt zu den beliebtesten Stoffen im Bereich der Textilindustrie. Die Baumwolle nimmt jedoch ungeschlagen Platz 1 ein.
Leinen
Dieser Rohstoff muss nicht unbedingt aus Entwicklungsländern stammen. In zahlreichen europäischen Ländern gibt es Projekte, die den Bioflachs anbauen. Dabei verzichtet die Produktion von Leinen beinahe ausschließlich auf Düngemittel.
Brennnessel
Kaum zu glauben! Das einheimische Gewächs bietet einen widerstandsfähigen Rohstoff, der ohne Dünge- und Pflanzenschutzmittel auskommt.



